Der HC Sulzbach startet durch
Am 14. Januar 2005 wurde der HC Sulzbach dann auch offiziell als neuer Verein anerkannt. Lange konnten sich die Verantwortlichen des neuen Clubs jedoch nicht mit Festlichkeiten aufhalten, denn der HCS startete jetzt so richtig durch. Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich die Herren I, die für die Erfolge sorgten, drängten nun auch andere Mannschaften in den Vordergrund. Den Anfang machte die männliche A-Jugend, die in einer SG mit dem ASV Auerbach seit Jahren zur Spitze des Freistaates gehörte. In der Saison 2004/2005 kam dann die Krönung in Form des Bayerischen Meistertitels, der in Friedberg vor hauptsächlich Oberpfälzer Fans „Heimspiel in Friedberg“ erreicht wurde.
Auch die Erste spielte wieder eine erfolgreiche Saison in der Landesliga, trotzdem nahm das Trainerduo Andörfer/Ströhl nach der Spielrunde 2004/05 seinen Abschied. Nach vielen tollen Jahren wollten die beiden Handballlehrer den Weg frei machen für frischen Wind im Team.
Aber auch anderen Teams drängten sich nun in den Vordergrund. Die von Klaus Eckl betreute Damenmannschaft schaffte nach unendlich vielen Jahren in der Bezirksoberliga endlich den Sprung in die Landesliga mit einer jungen Mannschaft aus lauter Sulzbacher Eigengewächsen.
Die Saison 2005/06 startete der HC Sulzbach mit dem neuen Trainer Edgar Sipos, der für einigen Wirbel in der Herzogstadt sorgte. Zwar kam er mit der Mannschaft gut zurecht, die bis zur Winterpause wieder in der Spitzengruppe der Liga platziert war, doch Probleme mit der Obrigkeit zwangen den Coach zu einem sehr kurzfristigen Ende seiner Tätigkeit beim HCS. Gott sei Dank wurde schnell Ersatz gefunden. Der ehemalige Sulzbacher Kreisläufer Ingo Gömmel übernahm den Cheftrainersessel, den er bis zur letzten Saison mit viel Erfolg besetzte.
Aber auch anderen Teams drängten sich nun in den Vordergrund. Jetzt war es die Reserve, die einen Schritt nach oben machte. Birgit Rohrbach hatte seit einigen Jahren mit der Bildung einer schlagkräftigen Truppe begonnen, die mit dem Aufstieg in die Bezirksoberliga ihren Höhepunkt erreichte.
Die Damen mit ihrem neuen Coach Jürgen Heubeck mussten in ihrer ersten Landesligasaison viel Lehrgeld bezahlen. Am Ende durfte man in die Relegation, die gut begann und schnell endete. Da eine Mannschaft zurückzog, ersparten sich die Mädels weitere Aufregung und konnten auch in der neuen Saison in der Landesliga starten.
In der darauf folgenden Spielzeit 2006/07 passierte dann ausnahmsweise nichts Aufregendes. Die bewährte Trainerriege führte ihre Teams auf sichere Plätze in ihren Ligen. Den größten Schritt nach oben machte dabei sicher die Damenmannschaft. Im letzten Jahr noch im Abstiegskampf, verpassten die Mädels die ersten Plätze in der Landesliga nur sehr knapp. Das lässt auf einiges hoffen.
Die Hoffnung war berechtigt. Trainer Heubeck führte sein Team in der Saison 2007/08 in die Bayernliga. Inzwischen zwar durch einige talentierte Damen aus dem näheren Umfeld verstärkt, aber immer noch mit viel Sulzbacher Esprit, schaffte die Mannschaft die Meisterschaft in der Landesliga Mitte und wurde so zum Stolz des jungen Vereins.
Eine tolle Saison spielte auch die Sulzbacher Erste. Die als Qualifikation für die neu geschaffene zweigleisige Landesliga geltende Runde musste wenigstens als Sechster beendet werden, was das Team von Trainer Ingo Gömmel auch mit Bravour schaffte. Bis kurz vor Schluss war sogar noch mehr drin, doch die entscheidenden Spiele gegen Freising und Roding wurden verloren und so blieb das Husarenstück vorerst verwehrt.
Trainerwechsel auch in der Zweiten. Günter Ströhl hatte sich nach dem Rücktritt von Birgit Rohrbach bereiterklärt die talentierte Nachwuchstruppe ein Jahr zu coachen. Der erfahrene Coach harmonierte gut mit dem Team, das sich weiter in der Tabelle nach oben arbeitete und den Klassenerhalt locker schaffte.
Die Saison 2008/09 war für alle Mannschaften ein Konsolidierungsjahr. Die erste musste sich in der ungewohnten Umgebung der Landesliga Nord erst einmal zurechtfinden und brauchte eine zu lange Anlaufzeit ehe sie ins Rollen kam. Höhepunkt der Saison war dann sicher das Derby gegen den SV Auerbach, der als späterer Meister 1000 Fans in die Krötenseehalle lockte. Dies war auch der letzte große Auftritt von Trainer Ingo Gömmel, der nach über drei erfolgreichen Jahren aus privaten Gründen Platz machte für einen neuen Coach.
Die Damen kämpften verbissen um den Klassenerhalt in der Bayernliga, der aber am Ende, vor allem durch die Unterstützung der Sulzbacher Fans, die längst ihr Herz für die Damen entdeckt haben, doch noch verdientermaßen gelang.
Frischer Wind auch in der Reserve, die mit dem neuen Trainerduo Christian Rohrbach und Oliver Ott wieder eine starke BOL-Runde spielte.
Damen und Herren II gehen mit den bewährten Trainern in die neue Saison und hoffen auf einen weiteren Aufwärtstrend. Die Erste musste auf Trainersuche gehen und fand mit Klaus Küther einen erfahrenen Mann, der die Herzogstädter auf ihrem weiteren Weg, der hoffentlich nach oben zeigt, begleiten wird.